Galaxy Watch

Die Samsung Galaxy Watch Ultra im Alltag, was sie zu einem treuen Begleiter macht

Wer eine Smartwatch sucht, die mehr ist als ein digitales Schrittzähler-Armband, landet früher oder später bei der Samsung Galaxy Watch Ultra. Im Juli 2025 hat Samsung die zweite Generation der Watch Ultra vorgestellt, und ein knappes Jahr später hat sich das Modell als feste Größe im Premium-Segment etabliert. Was sie auszeichnet, ist nicht eine einzelne herausragende Eigenschaft, sondern eine Kombination aus Robustheit, Akkulaufzeit und Funktionsumfang, die für anspruchsvolle Nutzer ungewöhnlich gut zusammenpasst.

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 699 Euro spielt sie in der Oberliga der Smartwatches und konkurriert direkt mit der Apple Watch Ultra 2. Wer jedoch im Android-Universum unterwegs ist, hat hier ein Modell vor sich, das wenig zu wünschen übrig lässt.

Was die Galaxy Watch Ultra äußerlich auszeichnet

Auf den ersten Blick fällt das ungewöhnliche Gehäuse auf. Samsung nennt die Form Squircle, eine Mischung aus Quadrat und Kreis, die dem Modell ein eigenständiges Profil verleiht. Mit 47 Millimetern Durchmesser ist sie groß, aber dank Titan Grade 4 und einem Gewicht von rund 60 Gramm bleibt sie auch bei längerer Nutzung tragbar.

Das Display misst 1,5 Zoll, ist als Super AMOLED ausgeführt und schafft eine maximale Helligkeit von 3.000 Nits. Damit bleibt die Anzeige selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar, was im Outdoor-Einsatz einen messbaren Unterschied macht. Das Saphirglas auf der Vorderseite schützt vor Kratzern und Stößen, wie sie bei Sport oder Wandertouren entstehen können.

Die 2025er-Version unterscheidet sich von der ersten Watch Ultra durch zwei Punkte. Der Speicher wurde von 32 auf 64 Gigabyte verdoppelt, und es gibt eine neue Farbvariante in Titanium Blue. An der grundlegenden Konstruktion hat Samsung nichts geändert, was angesichts der hohen Bewertungen der ersten Generation nachvollziehbar ist.

Die Akkulaufzeit im realen Einsatz

Eine der häufigsten Fragen bei Smartwatches betrifft die Akkulaufzeit. Bei der Galaxy Watch Ultra liegt die Realität zwischen den Marketing-Versprechen und den nüchternen Testberichten. Samsung gibt bis zu 100 Stunden im Energiesparmodus an. Im standardisierten Test der Computerzeitschrift CHIP, mit aktiviertem Always-On-Display und 60 Prozent Helligkeit, kam die Watch auf rund 42 Stunden.

Im Alltag bedeutet das, dass man mit normaler Nutzung komfortabel über zwei Tage kommt, bei moderater Nutzung sogar nahe an drei Tage. Im Trainingsmodus mit aktivem GPS sinkt die Laufzeit deutlich, doch selbst bei einem Marathon oder einer Tagestour bleibt genug Reserve, um zuhause nicht mit leerem Akku anzukommen. Geladen wird allerdings nur mit 10 Watt, was für eine Smartwatch dieser Preisklasse eher gemächlich ist. Etwa zwei Stunden dauert es, bis die Watch von 0 auf 100 Prozent geladen ist.

Was die Watch Ultra für Sportler interessant macht

Der Schwerpunkt der Watch Ultra liegt eindeutig auf Sport und Outdoor-Aktivitäten. Das Dual-Frequenz-GPS sorgt für präzise Standortbestimmung auch in dicht bewaldeten Gebieten oder zwischen hohen Gebäuden, wo einfache GPS-Module ungenau werden. Der BioActive-Sensor misst Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung im Blut und führt sogar EKG-Messungen durch.

Für Schwimmer ist die Watch nach 10 ATM zertifiziert, das entspricht einer Wassertiefe von 100 Metern. Schnorcheln, Pooltraining und Schwimmen im Süßwasser sind ohne Bedenken möglich. Die MIL-STD-810H-Zertifizierung deckt zusätzlich extremere Umgebungen ab, von Hitze bis 55 Grad Celsius über Höhen bis 9.000 Meter bis zu starken Vibrationen.

Die Notfallsirene ist eine Funktion, die in der Praxis selten gebraucht wird, im Ernstfall aber Leben retten kann. Bei einem Sturz auf abgelegener Strecke oder einer Notlage am Wasser wird ein lautes akustisches Signal ausgelöst, das auf größere Distanzen hörbar ist.

Der Action Button und die Bedienung

Eine Eigenheit der Watch Ultra ist der frei belegbare Action Button an der linken Seite. Er kann mit verschiedenen Funktionen belegt werden, vom Starten eines Workouts bis zum Aufnehmen einer Sprachnotiz oder zum Auslösen eines Trainingsprotokolls. Wer die Watch oft für eine bestimmte Aktion nutzt, spart damit jeden Tag mehrere Sekunden.

Die Bedienung läuft über Wear OS 6 in Kombination mit Samsungs eigener One UI Watch 8. Die Oberfläche ist intuitiv und reagiert flüssig dank des neuen Exynos W1000 in 3-Nanometer-Fertigung. Galaxy AI integriert sich in mehrere Funktionen, von der Trainingsanalyse bis zur Schlafauswertung, und liefert tatsächlich nutzbare Erkenntnisse statt der bei KI-Features oft üblichen Marketing-Floskeln.

Wie das Armband den Tragekomfort beeinflusst

Eine der unterschätzten Komponenten einer Smartwatch ist das Armband. Es ist der Teil, der direkten Kontakt mit der Haut hat, der bei jeder Bewegung mitgeht und der das Aussehen der Uhr im Alltag bestimmt. Samsung liefert die Watch Ultra serienmäßig mit einem Sport Band aus FKM-Kautschuk, das robust und wasserfest ist, aber für längere Bürotage oder formellere Anlässe nicht immer die beste Wahl ist.

Wer passende Armbänder für die Samsung Galaxy Watch Ultra sucht, findet inzwischen eine breite Auswahl an Alternativen. Lederarmbänder eignen sich für berufliche Anlässe und passen besser zu Hemd und Anzug. Milanaise-Armbänder aus Edelstahl haben einen edleren Look und sind angenehm zu tragen, weil sie sich stufenlos anpassen lassen. Nylon-Armbänder sind leicht, atmungsaktiv und ideal für sportliche Aktivitäten oder warme Sommertage. Auch spezielle Trail-Bänder sind erhältlich, die für Wanderungen und Outdoor-Sport optimiert sind.

Wichtig beim Kauf ist, dass die Watch Ultra ein eigenes Verriegelungssystem nutzt, das sich von dem der anderen Galaxy-Watch-Modelle unterscheidet. Standardmäßige 22-Millimeter-Bänder, wie sie für die Galaxy Watch 7 oder Watch 8 angeboten werden, passen ohne Adapter nicht. Beim Kauf sollte daher explizit nach Bändern gesucht werden, die für die Galaxy Watch Ultra ausgewiesen sind.

Was bei der Entscheidung am wichtigsten ist

Die Galaxy Watch Ultra ist nicht für jeden gemacht. Wer eine schlanke, dezente Smartwatch sucht, ist mit der Galaxy Watch 8 oder einem anderen Modell besser bedient. Wer nur die Schritte zählen und Benachrichtigungen lesen möchte, zahlt für die Watch Ultra zu viel.

Für anspruchsvolle Nutzer mit Outdoor-Affinität, sportlichen Ambitionen oder dem Wunsch nach einer langlebigen, robusten Smartwatch ist sie jedoch eine der besten Optionen, die der Markt 2026 zu bieten hat. Mit einem passenden Armband, das zur jeweiligen Situation passt, wird sie zu einem Begleiter, der sowohl auf der Bergtour als auch im Konferenzraum überzeugt. Die Investition zahlt sich dann nicht nur in Funktionalität aus, sondern auch in der jahrelangen Lebensdauer, die Samsung mit Software-Updates bis voraussichtlich 2028 unterstützt.

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